Handlung – WestStadtKunst2016/17

Foto: Jürgen Niederer
KunstFeldWest 2017
Zwischen Stadtstrand und Flüchtlingscamp ->
Schiffe versenken – Handlung und Lüftung
Aus Langeweile oder langer Weile oder Obergrenzen-Überlegungen können aus der blauen Maschenware die eingewirkten Schiffe ausgeschnitten, im Eimerfeld zu Wasser gelassen werden und man kann das langsame Versinken, ganz versunken, betrachten.
Maschenware / Baueimer / Wasser / 2 Scheren



Textauszug:
Kapitel 6 – Ein Auszug aus dem Vorstandsprotokoll vom 3.6.2016

*Jürgen sammelt weiter Fotos. Ihm fehlt noch eine plausible Idee für Bildzusammenhang.
*Angela gähnt schon mal.

Kapitel 7 – Einige Emails

Hi Jürgen,
Dir fehlt die Klammer für Dein Projekt, ich suche und finde nichts Erregendes in der Weststadt. Die Realität ist oft unspektakulärer als das Gedachte. Was hältst Du von einer gemeinsamen Suche? Wir könnten stochern, stieren, 10 Liter Kaffee trinken. Vielleicht finden wir Elefanten die aus Fenstern schauen.
Herzliche Grüße
Angela

Liebe Angela,
Das ist eine gute Idee, das machen wir.
Grüße und bis die Tage
Jürgen

Hallo Jürgen,
es handelt auch vom Scheitern. Ich hatte mal einen Hund, der, sobald er aus dem Haus lief, nach rechts, links, vorne und hinten bellte.
Meist war da aber nichts. Ich würde gerne lachen.
Gruß A

Hi Angela,
ja, ich will auch lachen.
Der Hund dachte sich bestimmt, sicher ist sicher.
Das kann auf keinen Fall schaden!
Grüße und einen schönen Sonntag noch
Jürgen

Kapitel 9 – Gespräch auf dem Parkhausdeck

„Tolle Sicht hier oben.“

„Ja, nicht wahr?“

„Schau mal! Da. Da!“

„Wo?“

„Da! Ein krummer Poller!!“

„Ach so. Da unten?“

„Ja.“

„Ah!“ 

Kapitel 12 – Es geht weiter. Immer weiter

 



WestStadtKunst 2016/17
Look_Suche nach dem Ärgernis, mit Jürgen Niederer
Performance, Fotografie, Text
2016
Fotos: Jürgen Niederer
 


Eidechsen leben in freier Wildbahn etwas sechs Jahre.
Ziel des Artenschutzes ist der Erhalt der Population.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz besteht ein Tötungs- und Störungsverbot.

Für eine Umsiedlung, die pro Tier bis zu 8000 € kosten kann, fängt man die Eidechsen mit einem kleinen Eidechsenlasso, selbst geübte Naturschützer brauchen dafür oft drei zeitaufwändige Anläufe, und bringt sie in einen Ersatzlebensraum. Dieser muss eidechsenfrei sein um Vertreibungskämpfe der Tiere zu unterbinden. Eine Verlegung in andere Naturräume, beispielsweise vom Neckarraum in den Schwarzwald, ist verboten, denn das Kleinklima muss stimmen. Populationen sollen geschlossen umgesiedelt werden, damit ein späterer Familiennachzug nicht notwendig ist. Manchmal baut man ihnen im Reservat Sonnenbänke, und zwei Meter hohe Metallzäune schützen vor Fressfeinden. Nachts filmen Überwachungskameras, ob Katzen eindringen. 30 Jahre werden die Eidechsen dort beobachtet.

Auf dem Baugebiet neben den Flüchtlingscontainern wurden ca. 200 Eidechsen eingefangen und umgesiedelt.
Beim Flüchtlingscamp leben ca. 150 Eidechsen. Sie werden nicht umgesiedelt sondern vertrieben.


WestStadtKunst 2016/17
Look_Auszug der Echsen, Performance beim Flüchlingscamp 2016
Fotos: Jürgen Niederer

 

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